Internationale Projekte in Detail

Elton John AIDS Foundation (EJAF)

Die Elton John AIDS Foundation wurde 1992 von Sir Elton John mit Hauptsitz in New York gegründet; seit 1993 ist die Foundation auch in Großbritannien als gemeinnützige Organisation mit Sitz in London eingetragen. Die beiden Organisationen agieren selbstständig in ihrer Förderpolitik, verfolgen jedoch dieselben Ziele:

  • die Eindämmung von HIV/AIDS durch innovative HIV-Präventionsprogramme
  • den Kampf gegen Stigmatisierung & Diskriminierung von Menschen, die mit HIV/AIDS leben
  • Direkthilfe sowie medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung für Betroffene

EJAF ist heute eine der führenden Non-Profit Organisationen im Bereich HIV/AIDS weltweit und hat seit ihrer Gründung mehr als $300 Millionen für die Unterstützung von HIV- und AIDS-Programmen gesammelt. Die in den USA ansässige Organisation der EJAF unterstützt vorrangig Projekte in den USA, Mittel-und Südamerika sowie in der Karibik. Von der EJAF mit Sitz in Großbritannien werden Programme in Afrika, Asien und Europa gefördert.

EJAF & LIFE+
EJAF war der erste internationale Projektpartner von LIFE+ und wurde von 2001-2006 sowie in den Jahren 2009, 2010 und 2013 unterstützt. Durch den Life Ball lukrierte Gelder gingen an Projekte der EJAF in Kambodscha, Kenia, Russland, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda und der Ukraine.

Charlize Theron Africa Outreach Project (CTAOP)

Mit jeder neuen Generation gibt es mehr Mut und Hoffnung, der weltweit verbreiteten Infektionskrankheit und ihrer Tabuisierung in der Gesellschaft Subsahara-Afrikas ein Ende zu bereiten. Genau darauf setzen Charlize Theron und ihr 2007 gegründetes Charlize Theron Africa Outreach Project (CTAOP). CTAOP arbeitet auf lokaler Ebene mit kleineren Organisationen und Gemeinden zusammen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren schon in einem frühen Stadium des Heranwachsens über die Übertragungswege und Folgen einer HIV-Infektion aufzuklären und so das Schweigen zu brechen und einer möglichen HIV-Infektion entgegenzuwirken. Auch heutzutage ist das Virus noch allzu oft ein Tabuthema in Familien, Gemeinschaften und unter Freunden, was zu einer enorm uninformierten Gesellschaft führt.

In lockerer Atmosphäre werden Infotreffen zu Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit, HIV/AIDS sowie Präventionsmaßnahmen abgehalten. Besonders wichtig ist dabei, den Mädchen und Jungen ein entspanntes Ambiente zu bieten, um ihnen den Zugang zu den für dieses Alter oft sehr unangenehmen Themen zu erleichtern. Das Motto von CTOP: Je vertrauter die Atmosphäre, desto einfacher ist es für die Jugendlichen, sich mit dem Thema bewusst auseinanderzusetzen und sich mitzuteilen. Ein „klassischer Schneeballeffekt“, der eine aufgeklärte und offene Lebenswelt schaffen soll.

Von LIFE+ unterstützte Projekte:

Ein besonderer Fokus von CTOAP liegt auf Projekten, die mit ausgefallenen Ideen möglichst viel Aufmerksamkeit auf das tödliche Virus lenken. CTAOP unterstützt eine ganze Reihe von Projekten:

Das vom HIVSA-Projekt „Bokang Batsha“ ins Leben gerufene „CHOMA“ ist ein interaktives Handy-Magazin, das heranwachsende südafrikanische Mädchen anregen soll, sich bewusst mit HIV/AIDS auseinanderzusetzen. CHOMA interagiert mit der Zielgruppe über Facebook, Twitter und hi4life. Das mobile, von HIVSA betriebenen Portal informiert über sexuelle und reproduktive Gesundheit, HIV und AIDS, Tuberkulose und viele andere gesundheitsbezogene Themen und bietet diskreten Zugang zu Informationen rund um Prävention und Aufklärung. whizzkids united nutzt den Fußball als pädagogisches Instrument, um die Jugend zu animieren, sich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Es bietet außerdem HIV-Prävention, -Betreuung und -Behandlung.

Die Small Projects Foundation setzt in der Bekämpfung von HIV/AIDS auf die Stärkung von lokalen Akteuren, um Infektionen zu verhindern und Behandlung, Pflege und Unterstützung von Betroffenen zu fördern. Sie stellen Bildungsprogramme und Schulungen für Mädchen und Jungen zwischen 12 und 16 Jahren bereit. Präventionsarbeit und Information über reproduktive Gesundheit stehen dabei im Mittelpunkt.

The Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS)

Die Vision von UNAIDS: “Keine neuen HIV-Infektionen. Keine Diskriminierung. Keine durch AIDS verursachten Todesfälle.
UNAIDS – das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV / AIDS – wurde 1994 ins Leben gerufen, um koordiniert und konzentriert gegen die HIV/AIDS-Epidemie vorzugehen. Es ist das wichtigste Programm der Vereinten Nationen und führendes Gremium für globales Handeln zur Erreichung eines weltweiten Politik-Konsenses bei der Bekämpfung der HIV/AIDS-Epidemie. Das Programm hat die Aufgabe, weltweit die Bemühungen um die Eindämmung der Epidemie zu steuern, zu stärken und zu stützen.

Diese Bemühungen sind darauf ausgerichtet, die Verbreitung von HIV/AIDS zu verhindern, die Behandlung und Betreuung der Kranken zu fördern, die gesellschaftlichen und persönlichen Folgen der Epidemie einzuschränken sowie die Anfälligkeit von einzelnen Menschen und ganzen Bevölkerungsgruppen für HIV/AIDS zu verringern.

UNAIDS baut dazu Wissensstationen und Netzwerke auf, bündelt Erfahrungen und unterstützt andere Organisationen und Institutionen auf allen Ebenen im Kampf gegen die Epidemie.

UNAIDS & LIFE+
Die Kooperation zwischen UNAIDS und LIFE+ begann im Rahmen der XVIII. Internationalen AIDS-Konferenz im Jahr 2010, bei der der Life Ball die offizielle Auftaktveranstaltung darstellte. Seit 2011 ist UNAIDS Co-Gastgeber der AIDS Solidarity Gala, die im Vorfeld des Life Ball in der Wiener Hofburg als Plattform der internationalen AIDS-Community zum Austausch über aktuelle Herausforderungen im Kampf gegen HIV und AIDS einlädt.

The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria

The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria  ist eine Einrichtung des 21. Jahrhunderts, die sich dafür einsetzt, die Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria zu forcieren.

Gegründet wurde der Global Fund im Jahr 2002 als bis dato einzigartige Partnerschaft zwischen Regierungen, Mitgliedern der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors sowie betroffenen Communities – das gemeinsame Ziel: die Verfügbarkeit von Ressourcen im Kampf gegen die Pandemien der heutigen Zeit bedeutend zu erhöhen. Durch die Unterstützung von Präventions- und Therapieprogrammen sowie von Gesundheitssystemen in mehr als 140 Ländern ist der Global Fund derzeit größter multilateraler Geldgeber im globalen Gesundheitsbereich, über den mehr als ein Fünftel der weltweiten Finanzmittel im Kampf gegen AIDS gehen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern stellt der Global Fund sicher, dass die Förderungen jenen Männern, Frauen und Kindern zugutekommen, die von AIDS, Tuberkulose und Malaria am meisten betroffen sind. Mit Ende 2013 versorgten die vom Global Fund unterstützten Programme weltweit rund 6 Millionen Menschen mit antiretroviraler Therapie.

Global Fund & LIFE+
Die Kooperation zwischen Global Fund und LIFE+ begann im Rahmen der ersten europäischen Ausgabe des First Ladies Luncheon im Jahr 2014 – als inhaltlicher Partner unterstützt Global Fund das gemeinsame Anliegen Frauen und Kinder vor HIV zu schützen.

Frauen und Mädchen sind von den Auswirkungen der AIDS-Epidemie oft stärker betroffen als Männer. Jede Stunde infizieren sich 50 junge Frauen mit HIV. Weltweit betrachtet sind 52 Prozent aller Erwachsenen mit HIV weiblich – in Subsahara-Afrika, wo die Epidemie am stärksten wütet, sind es 57 Prozent. Drei Viertel aller HIV-positiven jungen Menschen in Afrika sind Mädchen bzw. Frauen zwischen 15 bis 24 Jahren.

Der Kampf gegen Mutter-Kind-Übertragung von HIV bildete das zentrale Anliegen des Events. Während im Jahr 2005 noch 540.000 Kinder von ihren Müttern mit HIV infiziert wurden, ist diese Zahl bis 2012 auf 260.000 gefallen. Ein enormer Erfolg – doch es muss noch viel getan werden, um diese Zahl auf null zu senken. Dabei ist es heutzutage bei Zugang zu HIV-Prävention  für jedes Kind möglich gesund und ohne den HI-Virus auf die Welt zu kommen. Durch vom Global Fund unterstützte Programme haben mit Ende 2012 rund 1,7 Millionen HIV-positive Schwangere Behandlung erhalten, um die Übertragung des Virus auf ihr Kind zu verhindern.

Clinton Health Access Initiative (CHAI)

Die Clinton Health Access Initiative (CHAI) wurde im Jahr 2002 von US Präsident Bill Clinton gegründet und ist eine globale Gesundheitsorganisation, deren Ziel es ist, integrierte Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern zu etablieren und breiten Zugang zu Betreuung und Behandlung von HIV/AIDS zu schaffen. Um eine Wende der HIV- Epidemie herbeizuführen, widmet sich die Organisation seit 2008 gezielt der Vermeidung der Mutter-Kind-Übertragung des Virus.

Weltweit verhandelt CHAI Preissenkungen für Medikamente und Diagnostika aus und arbeitet daran, die Qualität dieser Waren zu erhöhen. Als Folge der Zusammenarbeit von CHAI mit pharmazeutischen Unternehmen, haben bis heute mehr als 70 Länder, von Afrika über Mittelamerika und der Karibik bis hin zu Asien und Osteuropa, Zugang zu preisvergünstigten Medikamenten.

CHAI hat erkannt, dass der Schlüssel zur Bekämpfung von armutsbedingten Krankheiten oft in der Verbesserung organisatorischer und verwaltungstechnischer Prozesse liegt. Als anerkannter Berater unterstützt CHAI daher Regierungen bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer Gesundheitssysteme. Mit Büros in mehr als 25 Ländern kooperiert CHAI mit Regierungen bei einer großen Anzahl von gesundheitsrelevanten Themen: HIV/AIDS, Malaria, Gesundheit von Müttern und Kindern, Ausbau des regionalen Gesundheitswesens in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, zusätzliche Bereitstellung von Gesundheitspersonal, Erleichterung des Zugangs zu Medikamenten und Effizienzsteigerung bei der Verteilung von gesundheitsrelevanten Ressourcen.

CHAI & LIFE+
LIFE+ unterstützte CHAI erstmalig 2007 und ist heute einer der wichtigsten Partner im internationalen Support. Spenden aus dem Life Ball-Erlös unterstützen nicht nur die globale HIV-Strategie der CHAI, sondern leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus.
“Die Organisation LIFE+ [vormals AIDS LIFE] war 1992 die erste in Europa, die sich von Anfang an ernsthaft und systematisch dafür eingesetzt hat, die AIDS-Epidemie zu bekämpfen und Menschenleben zu retten. Jedes Jahr werden sie besser, jedes Jahr lernen sie dazu. Es ist eben so wie bei allem im Leben: Je öfter man etwas tut, desto besser wird man darin. Ich fühle mich geehrt, mit ihnen zusammenarbeiten zu können, und ich bin sehr dankbar für ihre Unterstützung.“ (Bill Clinton)

The Foundation for AIDS Research (amfAR)

amfAR ist eine der größten Non-Profit-Organisationen der Welt und beschäftigt sich mit AIDS-Prävention, AIDS-Forschung und der Ausbildung von Fachpersonal im Kampf gegen HIV/AIDS sowie der direkten Versorgung von Patienten. Daneben tritt amfAR massiv für die Verwirklichung einer vernünftigen AIDS-bezogenen Politik ein.

Seit 1985 hat amfAR mehr als US$ 388 Mio. in ihre Mission – ein Ende der AIDS-Epidemie durch innovative Forschung herbeizuführen – investiert und über 3.300 Forschungsteams weltweit finanziell unterstützt.

amfAR & LIFE+
2005 ging LIFE+ erstmals eine Partnerschaft mit amfAR ein.

Die von Liz Taylor und Dr. Mathilde Krim gegründete amerikanische Organisation hat mit dem Projekt TREAT Asia als erste den „Life Ball Crystal of Hope Award” erhalten. TREAT Asia ist ein Netzwerk medizinischer Einrichtungen zur Sicherstellung von HIV/AIDS-Behandlungen in Südostasien mit dem Ziel, dem vorherrschenden Ärztemangel mit der Schulung von medizinischen Fachkräften entgegenzuwirken. Die Zusammenarbeit mit amfAR markierte für LIFE+ einen wichtigen Entwicklungsschritt im Kampf gegen HIV und AIDS, in dem Direkthilfe auch auf das essenzielle Gebiet der Medizin und Grundlagenforschung ausgeweitet wurde.

Im Jahr 2006 entwickelte amfAR gemeinsam mit LIFE+ eine Ausweitung des TREAT Asia Projekts auf den Bereich Kinderheilkunde. Dieses wird seither mit rund €500.000 jährlich unterstützt.

Die wichtigsten Anliegen zum Aufbau des Netzwerks “HIV/AIDS bei Kindern”:

  • Etablierung sicherer Standards zur Behandlung von Kindern
  • Erfahrungsaustausch zwischen Kliniken und Forschungsinstituten
  • Ausbildung von ÄrztInnen zur Behandlung von Babys und Kleinkindern
  • Sammlung und Analyse von Patientendaten zur Standardisierung von Kindertherapien und -dosierungen
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Aktuelle Zahl der Infizierten weltweit

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Neuinfektionen 2015 weltweit

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Neudiagnosen täglich in Österreich

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